Süße Tartes, mit Früchten oder herzhafte, etwa mit Käse – die Tartes aus der Wallonie gehören zur wallonischen Küche einfach dazu. Im Laufe der Jahre haben sich die Rezepte kaum verändert: Ob kleine oder große Tartes – sie sind immer rund und mit vielen Geschmackskomponenten versehen.

Süß oder herzhaft

Die bekanntesten Tarte-Spezialitäten aus der Wallonie sind der belgische Milchreiskuchen aus Verviers, die Tarte au sucre aus der Gemeinde Chaumont-Gistoux in der Provinz Wallonisch-Brabant und die Tarte al Djote – mit Mangold und Käse – aus Nivelles. Ihre Rezepte werden durch spezielle Bruderschaften vor Ort gut gehütet.

Wenn Sie in der Wallonie unterwegs sind, finden Sie auf Ihrem Spaziergang oder bei der Sightseeing-Tour meist auch eine Bäckerei oder Konditorei, die eine oder mehrere lokale Tartes im Angebot hat. Da bleibt einem nichts Anderes übrig, als sie direkt vor Ort zu probieren. Mmmh!

Der Milchreiskuchen – die wallonische Tarte mit der längsten Tradition

Erste Hinweise auf diese Tarte gibt es in einem Kochbuch aus dem Jahr 1604: Lancelot de Casteau – Maître-Cuisinier aus Mons und einer der ersten Kochbuch-Autoren der Region – veröffentlichte in seiner Rezeptsammlung „L’ouverture de cuisine“ einen Vorfahren der Reistarte.

Eine andere Heimat der Reistorte ist die Region Verviers. Hier gibt es die größten Tartes au riz mit einer besonderen Variante: eine Torte mit einer Kuvertüre aus Macarons.

Hier geht's zu einem Milchreiskuchen-Rezept.

Für Liebhaber der Tarte au sucre

Die Tarte au Sucre findet man in den Provinzen Hennegau und Wallonisch Brabant und hier hauptsächlich die Tarte au sucre Chaumont-Gistoux. Die Gemeinde Chaumont-Gistoux in Wallonisch Brabant ist stolz auf ihre ganz besondere Spezialität, die hauptsächlich aus Zucker, Mehl, Butter und Früchten besteht. Die Pâtisserie Desomer besteht seit 1945, ihre Tartes-Rezepte gibt es etwa seit den 1960er Jahren. Sie sind weit über die Region bekannt.